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Pride-Month: Erinnerungskultur mal anders

 

„Auch das kulturell Sichtbar-Werden der Differenz ist ein Akt der Gleichberechtigung: Die unsichtbar Gemachten realisieren gleiches Recht im Hinblick auf Repräsentiert-Sein, Wertgeschätzt-Sein und nicht mehr Diskriminiert-Sein in kulturellen Symbolsystemen. Zukunftsperspektiven bleiben dabei offen für die Freiheiten der Einzelnen und der Gemeinschaften, in denen sie sich zusammenfinden.» Annedore Prengel. Auf dem Bild zu sehen: Max von Theben und Emanuel Kasprowicz. Seit Jahren setzen sich die Mitglieder von Projekt Randerscheinungen für Menschenrechte und kulturellem und öffentlichem Sichtbarwerden der queeren Community in Landsberg ein.

 

Heute als Person aus der «queeren» Community in einem Land wie Deutschland «frei» oder «gleicher» als Menschen der heterosexuellen Mehrheitskultur leben zu  können ist ein hart umkämpftes Recht, das keineswegs selbstverständlich ist. Wir erinnern uns im Pride-Monat an diese Zeit und Gedenken auch den Opfern der LGBTQI-Community, die damals in Deutschland nicht frei leben konnten. Menschen wurden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Identität ausgegrenzt, verfolgt und ermordert. Aber auch heute ist es in 71 Ländern illegal, LGBT(QI) zu sein und in einigen davon gibt es noch sogar noch heute die Todesstrafe für derartige Abweichungen von der Heteronormativität. Wir setzen uns für Menschenrechte in Landsberg am Lech ein und feiern 2020 Vielfalt, Integration und Verantwortung. Aber auch heute wird diese Freiheit von einigen Strömungen und von Gedankengut bedroht.

 

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